Dorstener Tafel eröffnete neue Räume

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Wulfen – Die Zeiten des Kellerkindes sind vorbei: Die Dorstener Tafel eröffnete gestern neue helle Räume an der Dimker Allee 20.

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100 Quadratmeter Fläche, die vom Caritasverband Dorsten angemietet wurden, stehen nun zur Verfügung. Nebenan befindet sich noch die Sozialstation der Caritas. Doch mit dem geplanten Umzug nach Lembeck im September sollen weitere 100 Quadratmeter für Küche und Essraum der Tafel hinzukommen.

Zweieinhalb Jahre war die Tafel im Keller der evangelischen Kirche in Wulfen untergebracht – ein Provisorium. Mit großem Elan wurde deshalb die Instandsetzung der Räumlichkeiten an der Dimker Allee in Angriff genommen.
Die erfolgreichen Verhandlungen bis zum Mietvertrag hatte Josef Vrenegor geführt. Die Dorstener Arbeit sorgte für den schnellen Umbau der Räume. Bis zur letzten Minute halfen die rund 60 Ehrenamtlichen der Tafel beim Umzug mit.

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Jetzt kann auf der großzügigeren Fläche ein breiteres Warensortiment gelagert werden. Außerdem ist in einer großen Kühlzelle mehr Platz für Joghurt & Co. „Für die Anlieferung der Waren ist die elektrische Tür ideal“,
freute sich die ehrenamtliche Geschäftsführerin der Tafel, Hedwig Schnatmann.

Der Kreis der Bedürftigen, die regelmäßig im Tafelladen einkaufen, ist in den letzten Monaten stark gewachsen. Statt 100 wurden jetzt 300 Berechtigungskarten ausgegeben. „Damit versorgen wir etwa 900 Personen mit
günstigen Nahrungsmitteln. Viele Hartz IV-Empfänger sind darunter“, erklärte Hedwig Schnatmann.

Bürgermeister Lütkenhorst, der gestern offiziell die Schirmherrschaft über die Dorstener Tafel übernahm, stellte das Projekt in einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang. Er sei froh über die Initiative, aber
auch traurig über deren Notwendigkeit.

Pfarrer Egbert Schlotmann würdigte die Dorstener Tafel als ein Zeichen christlicher Nächstenliebe. Er wünschte sich: „Alle Menschen, die hier herein kommen, sollen es aufrecht tun können.“

Mit dem evangelischen Pfarrer Daniel Eickmann-Gerland überreichte Schlotmann ein Kreuz aus Nicaragua, das „als Zeichen der Liebe, die von Gott ausgeht und den Menschen zugewandt ist“, die Räume schmücken soll. – siwi

Mittwoch, 15. Februar 2006 | Quelle: Dorstener Zeitung, Fotos: (C) Eggert